Psychosomatik / Somatoforme Störungen

Wenn die Seele eine geheime Körpersprache spricht

Bei Schmerzen und Beschwerden, für die sich – trotz eingehender medizinischer Untersuchung – keine körperlichen Ursachen finden lassen, heißt es vom Haus- oder Facharzt früher oder später „das ist psychosomatisch“ und oft lassen Mediziner und Patienten die „Sache“ dann auf sich beruhen. Patienten mit einer somatoformen Störung – weitere Begriffe sind Somatisierungsstörung, funktionelle Störung oder somatische Belastungsstörung – leben häufig über viele Jahre mit Leid und Beeinträchtigungen, bevor sie eine Psychotherapie erwägen.

Ausgelöst werden die körperlichen Beschwerden meist von verdrängten Gefühlen, Stress und Konflikten. Insbesondere gewissenhafte, sich stark kontrollierende Menschen neigen im Alltag zum „Funktionieren“. Sie geben Stress und Ängsten nicht sofort Raum und verleihen ihren Gefühlen nicht unmittelbar Ausdruck. Doch die unbeachtete Energie kehrt zurück und zeigt sich beispielsweise in Form von Rücken-, Bauch- oder Kopfschmerzen, als Druck auf der Brust, als Atembeschwerden, Herzrasen, Schwindel oder in Verdauungsproblemen. Die Schmerzen und das körperliche Leid erhalten dann eine Menge Aufmerksamkeit, was den Stress oft sogar noch verstärkt und einen Teufelskreis entstehen lässt.

Die Therapie gestalten wir gemeinsam anhand ihres Beschwerdebildes, ihrer Persönlichkeit und ihren Bedürfnissen. Ziele können zum Beispiel sein, Schonhaltungen und Vermeidungsverhalten aufzugeben, um wieder aktiver zu werden und die Belastbarkeit zu erhöhen. Mit Strategien zur Stressbewältigung und Achtsamkeitsübungen trainieren wir den Umgang mit körperlichen Beschwerden sowie den konstruktiven Umgang mit Gedanken und Gefühlen.

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